: Jenninger sieht grün
Bonn (dpa) - Der Fraktionsvorstand der Grünen im Bundestag plant eine „Gegenaktion“ für den Fall, daß Bundestagspräsident Jenninger (CDU) die in den Fluren der Grünen-Fraktion ausgehängten Plakate und Aufkleber entfernen läßt. Wie ein Sprecher der Fraktion mitteilte, hat der Fraktionsvorstand gestern beschlossen, in diesem Fall die fünf Flure im Hochhaus am Tulpenfeld, wo die Grünen ihre Büros haben, mit 200 grauen Plakaten auszustatten, die in schrägen schwarzen Lettern den Namen „Jenninger“ tragen. Jenninger hatte bereits Anfang Mai an den Grünen-Plakaten, die Aktionen der Partei widerspiegeln, Anstoß genommen und im Einvernehmen mit dem Bundestagspräsidium die Fraktion schriftlich gebeten, die Plakate zu entfernen. Er begründete seine Forderung mit dem Hinweis, daß die Würde des Parlaments gewahrt werden müsse. Außerdem müsse verhindert werden, „daß Mitarbeitern und Besuchern in den allgemein zugänglichen Räumen einzelne Meinungen aufgedrängt werden“.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen