: Japanischer Tüftlergeist
In der Passionskirche werden einem von der Flutists Association auch die extrem tiefer gelegten Flötentöne beigebracht
Nada Brahma: Weil also die Welt sowieso Klang ist, wie Joachim-Ernst Berendt mal entdeckte, haben es auch die Instrumentenerfinder gar nicht schwer. Da muss die neue Gerätschaft halt nur irgendwie ein Geräusch von sich geben. Aus Stricknadeln oder Kieselsteinen lässt sich bereits einiges machen. Schwieriger wird die Sachlage nur, wenn man unbedingt noch einmal neu denken möchte, was eigentlich schon da ist, doch wirklichem Forscherdrang ist das kein Hindernis, und deswegen hat sich der japanische Experimentator und Flötenfreak Katasuichi Kotato einfach eine Reihe neuer Flöten ausgedacht. Darunter auch eine Subkontrabassflöte. Viele Exemplare davon gibt es nicht. Eins in Japan, das andere in Berlin, und heute werden in der Passionskirche beide erstmals zusammen zu hören sein, bei der Japan Flutists Association. Gespielt werden von dem 35-köpfigen Orchester neben japanischen Volksliedern Werke von Mozart, Chaminade und Cunningham. Alles natürlich ausschließlich geflötet.
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