■ Japan: Entschädigung
Tokio/Manila/Seoul (AFP) – Japan wird seine asiatischen Nachbarn erstmals für die japanischen Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges entschädigen. Ministerpräsident Tomiichi Murayama kündigte gestern an, den Nachbarländern würden in den kommenden zehn Jahren umgerechnet etwa 1,55 Milliarden Mark zukommen. Die Summe solle für Geschichtsforschung und Projekte zur Verbesserung der Völkerverständigung zwischen Japan und seinen Nachbarn verwendet werden. Ferner sollten Ausbildungsprogramme für Frauen unterstützt werden. Verbände philippinischer und koreanischer Frauen, die unter japanischer Besatzung zur Prostitution gezwungen worden waren, lehnten das japanische Entschädigungsprogramm als unzureichend ab.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen