: Jahresrückblick Literatur von: Hilka Dirks
Hilka Dirks Redakteurin für Berlinkultur
Leif Randt: „Let’s talk about feelings“ (Kiepenheuer & Witsch). Maximale Gefühle weckt der Phlegmatismus, mit dem Protagonist Marian Flanders durchs flachwarme Wasser des urbanen 40-ist-das-neue-30-Milieu schlurft.
Lenbachhaus München (Hrsg.): „Surrealismus + Antifaschismus“ (Hatje Cantz). Umfassende Text- und Materialsammlung, die den politisch verharmlosenden surrealistischen Kanon revidiert und neu erforscht.
Maggie Nelson: „Pathemata. Die Geschichte meines Mundes“ (Hanser). Überaus poetisches Essay über Schmerzen und Sprache, Verletzlichkeit und Verlassen und den Trost in der Schönheit.
Joan Didion: „Notes to John“ (HarperCollins). Die Notizen zu ihrer Psychoanalyse stehen abseits des eigentlichen literarischen Werks und bieten grenzwertig-voyeuristische Einblicke in Privat- und Innenleben der großen Essayistin.
Femxphotographers.org: „Love“ (Hatje Cantz). Der dritte Band des Foto-Kollektivs weiblicher und nonbinärer Künstler:innen widmet sich ganz in Schwarz-Weiß und frei nach bell hooks der Liebe in all ihren Spielarten.
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