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JU unterstützt Schwule

■ Kein Rückzieher der CDU-Nachwuchsorganisation

Bonn (taz) – Der Bundesverband der Jungen Union bleibt bei seiner Unterstützung für den geplanten Schwulen-Arbeitskreis innerhalb der CDU-Nachwuchsorganisation. Es gebe „keinen Rückzieher“, wurde gestern in Bonner JU-Kreisen versichert, „wir werden die Gruppe unterstützen“. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP den JU-Bundesgeschäftsführer Axel Wallrabenstein mit den Worten zitiert, wenn sich schwule Mitglieder miteinander treffen wollten, so sei das deren Privatangelegenheit. Eine institutionalisierte Interessenvertretung Homosexueller werde es in dem CDU- Jugendverband nicht geben.

Demgegenüber verwiesen andere JU-Funktionäre darauf, daß es innerhalb des Verbandes „generell keine institutionalisierten Gruppen“ gebe. Die taz hatte am Samstag den Plan eines knappen Dutzends von JU-Mitgliedern publik gemacht, mit einer schwulen Arbeitsgruppe dem Vorbild der Schwusos bei der SPD und der Schwulis bei der FDP nachzueifern. Die Gründung soll am 19. Februar in Köln vorbereitet werden.

Der Schwulenverband in Deutschland (SVD) begrüßte diesen Schritt am Montag als „Befreiungsschlag gegen die Heuchelei“. Er könne einen Beitrag dazu leisten, das Verhältnis der Christdemokraten zum Thema Homosexualität und zur gesellschaftlichen Minderheit der Lesben und Schwulen zu normalisieren, erklärte SVD-Sprecher Volker Beck. Er appellierte an den CDU- Parteivorstand, „jetzt nicht aus Feigheit vor „Republikanern“ und Neonazis eine Treibjagd gegen schwule konservative Politiker zu veranstalten“. In den USA seien homosexuelle Interessengruppen bei Demokraten wie Republikanern „schon lange eine Selbstverständlichkeit“. Hmt

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