piwik no script img

■ ItalienJuden gegen Faschisten

Rom (AP) – Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Juden und Rechtsextremen sind am Donnerstag zwei Menschen verletzt worden. Etwa 100 jüdische Jugendliche versuchten, antisemitische Parolen von der Wand des Gebäudes einer rechtsextremen Gruppierung in Tuscolano abzuwaschen; daraufhin begannen Mitglieder der Gruppierung eine Schlägerei. Am Montag waren 25 jüdische Geschäfte in Rom mit antisemitischen Parolen besprüht worden. Bei einer Umfrage der Wochenzeitung L‘Espresso sagten 10,5 Prozent der Befragten, Juden sollten Italien verlassen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen