: Israelisches Angebot
■ Nahost-Gespräche in Washington fortgesetzt / Palästinenser enttäuscht
Washington/Jerusalem/Amman (AFP) – Israel hat bei den Nahost-Friedensverhandlungen in Washington ein weiteres Zugeständnis an die Palästinenser gemacht. Die USA legten nach Informationen aus der jordanischen Hauptstadt Amman der palästinensischen Delegation eine Liste mit den Namen von dreißig Palästinensern vor, die zwischen 1967 und 1987 aus den besetzten Gebieten ausgewiesen worden waren und deren Rückkehr Israel jetzt gestatten will.
US-Außenminister Warren Christopher hatte zu Beginn der neunten Verhandlungsrunde am Dienstag erstmals die Chefs der palästinensischen, israelischen, syrischen, jordanischen und libanesischen Delegationen gleichzeitig im US-Außenministerium empfangen. Der Chef der palästinensischen Delegation, Haidar Abdel Schafi, äußerte nach den ersten drei Stunden der Gespräche Enttäuschung über deren Verlauf. Die Palästinenser könnten nicht weiter an Verhandlungen teilnehmen, die ergebnislos blieben, sagte er. Der Leiter der israelischen Delegation für die israelisch-jordanischen Gespräche, Eliakim Rubinstein, sprach hingegen von einem „fruchtbaren“ Verhandlungstag.
Wie es aus palästinensischen Kreisen in Amman hieß, stimmte die Delegation der Palästinenser in Washington der von den USA vorgelegten Liste von dreißig Palästinensern, denen die Rückkehr in die besetzten Gebiete Westjordanland und Gaza-Streifen von Israel erlaubt werden soll, vorerst noch nicht zu, da sich auf ihr keine Mitglieder der Fatah befänden. Die Fatah ist die stärkste Gruppe innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Die palästinensische Delegation erwartet den Angaben zufolge insbesondere die Rückkehr-Erlaubnis für die drei Fatah-Aktivisten, die an Universitäten in den besetzten Gebieten tätig waren.
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