: Israelische Siedler dürfen schießen
Jerusalem (AP) - Der israelische Ministerpräsident Shamir hat gefordert, Soldaten und auch Zivilisten die Erlaubnis zum scharfen Schießen auf steinewerfende Palästinenser zu erteilen. Jossi Ahimer, ein Mitarbeiter Shamirs, sagte am Mittwoch, der Regierungschef dringe bei den Militärbehörden auf eine dementsprechende weitere Auslegung der Selbstverteidigungsbestimmungen. Bisher darf nur auf Brandbombenwerfer oder Heckenschützen geschossen werden. Shamirs Absichten lösten im liberalen politischen Lager Entrüstung aus. Der Energieminister Mosche Shahal von der Arbeiterpartei forderte Shamir zum Rücktritt auf und erklärte, der Ministerpräsident übersehe offenbar den Unterschied zwischen einem Staat wie Israel und dem „wilden Westen“.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen