: Israelische Friedens- bewegung gespalten
Der Krieg am Golf hat tiefe Risse in der israelischen Friedensbewegung entstehen lassen. Angesichts der irakischen Angriffe auf Israel und Saddams Drohung mit C-Waffen erscheint vielen AktivistInnen ihre alte Hauptforderung nach einem israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten unzureichend. Die „Frauen in Schwarz“, die seit Jahren jeden Freitag abend Mahnwachen gegen die Okkupation abhalten, haben ihre Aktion unterbrochen. Eine Gruppe prominenter „Peaceniks“, darunter die Schriftsteller Amos Oz und Amos Elon, stellt sich öffentlich gegen die internationale Antikriegsbewegung. Saddam sei ein Hindernis für den Frieden, deshalb müsse sein Regime gestürzt werden. Andere Israelis aber halten an der prinzipiellen Haltung fest, daß Krieg keinen Frieden herbeiführe. SEITE 6
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