: Israelis sprengen Palästinenserhäuser
Jerusalem (ap) - Israelische Soldaten haben am Mittwoch in der Nähe der westjordanischen Städte Hebron und Ramallah die Häuser von zehn Palästinensern gesprengt, die im Verdacht stehen, die Fahrzeuge israelischer Zivilisten und Militärs mit Benzinbomben beworfen zu haben. Zwei weitere Häuser wurden versiegelt. Wie ein Militärsprecher mitteilte, gehörten die Hausbesitzer zwei terroristischen Zellen an, von denen die Brandanschläge ausgingen. Seit der Festnahme der Araber sei die Zahl der Anschläge deutlich zurückgegangen, hieß es. Den Äußerungen war zu entnehmen, daß die Häuser - wie häufig in derartigen Fällen - noch vor einem Gerichtsverfahren oder Urteil zerstört wurden. In Nablus, der größten westjordanischen Stadt, wurde der ursprünglich auf zwei Tage angesetzte Generalstreik am Mittwoch fortgesetzt. Mit der Verlängerung des Ausstands protestierten die Bewohner gegen die Tötung eines 18 Jahre alten Palästinensers am Dienstag. Er war nach Auskunft der Militärbehörden von israelischen Soldaten erschossen worden, weil er angeblich im Begriff war, vom Dach eines Hauses einen Zementblock auf die Soldaten fallen zu lassen.
Seit Beginn der Unruhen in den israelisch besetzten Gebieten vor knapp acht Monaten sind 236 Palästinenser getötet worden.
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