: Israel will nur wenig Beobachtung
Peres und Scharon akzeptieren mehr CIA-Beobachter, lehnen eine internationale Mission aber weiterhin ab. Israelis im Ausland sollen zukünftig einberufen werden
MADRID dpa ■ Israel ist bereit, zusätzliche Beobachter zu akzeptieren, die einen Waffenstillstand überwachen. Nachdem Außenminister Peres angekündigt hatte, Israel habe nichts gegen „ein Dutzend“ Beobachter des US-Geheimdienstes CIA einzuwenden, sagte auch Ministerpräsident Scharon gestern vor dem Auswärtigen Ausschuss der Knesset, die Zahl der CIA-Mitarbeiter könne aufgestockt werden. Eine internationale Mission, wie sie der G-8-Gipfel am Sonntag gefordert hatte, lehnt Israel ab. Bei einer Explosion im Westjordanland wurde am Sonntag das Haus eines Hamas-Aktivisten zerstört. Verletzt wurde niemand. Die Hamas sprach von einem Mordversuch Israels. In Zusammenhang mit dem Mord an drei Palästinensern bei Hebron lud die israelische Polizei zwei jüdische Extremisten zur Vernehmung vor. Diese erklärten, nicht zu dem Termin zu erscheinen. Israel hat angekündigt, weltweit Büros einzurichten, um im Ausland lebende Israelis bei Bedarf zur Armee einzuberufen.
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