: Islamist bekennt sich schuldig
Mali Den Haag: Prozess wegen Kulturzerstörung beginnt
taz | Zum Auftakt des Prozesses vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen der Zerstörung von Kulturerbe in der Stadt Timbuktu in Mali im Jahr 2012 hat sich der angeklagte ehemalige Chef der Sittenpolizei schuldig bekannt. Er bereue seine Taten und bitte um Vergebung, sagte Ahmad al-Mahdi in Den Haag vor Gericht. Die Anklage wirft ihm die Zerstörung von neun Mausoleen und die Teilzerstörung einer Moschee in der Stadt während der Islamistenherrschaft vor. Mahdi hat die Taten gestanden. Die Chefanklägerin des Strafgerichtshofs, Fatou Bensouda, nannte die Taten in ihrem Eröffnungsplädoyer die „Zerstörung der Wurzeln eines ganzen Volkes“. D.J.
▶Schwerpunkt
▶Meinung + Diskussion
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen