: Irritationen über Diepgen-Vorschlag
Irritationen haben Andeutungen des Regierenden Bürgermeisters Diepgen zur Zukunft der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock ausgelöst. In seiner Rede zum 20. Juli sagte Diepgen, die Erinnerung an den Widerstand und seine umfassende historische Darstellung könne künftig zu den Arbeiten des Deutschen Historischen Museums gehören. Diepgen führte die Kontroversen um die Ausstellung über den Widerstand in der Gedenkstätte auf die räumliche Nähe zwischen dem Arbeitsplatz des Grafen Stauffenberg und dem Ort der Ausstellung zurück, die zu Mißverständnissen führen könne. Vor allem Angehörige von militärischen Widerstandskämpfern beanstandeten jüngst, daß auch der kommunistische Widerstand im Exil in der Ausstellung berücksichtigt wird. Die Gedenkstätte, wo Stauffenbergs Arbeitsplatz gewesen sei und wo unmittelbar nach den Ereignissen die ersten Männer hingerichtet wurden, sei der Ort, an dem der deutsche Widerstand geehrt werde, sagte Diepgen. Kultursenator Ulrich Roloff-Momin zeigte sich erstaunt über Diepgens Äußerungen. Sie seien mit ihm als zuständigem Senator nicht abgesprochen.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen