■ Iran/Rußland: Atombomben möglich
Moskau/Washington (AFP) – Rußlands Außenminister Andrej Kosyrew hat zugestanden, daß die iranische Regierung das Atomgeschäft mit Rußland auch zu militärischen Zwecken nutzen könnte. Auf dem Rückflug von seiner Nahostreise verwahrte er sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax jedoch gegen „Hysterie“. Er habe kein Interesse daran, daß ein Land „an der Südflanke Rußlands Atomwaffen erhält“, sagte Kosyrew. Auch das US-Außenministerium räumt ein, daß die russischen Reaktoren alleine zuwenig spaltbares Material für den Bau von Atomwaffen liefern. Die USA drängen Rußland trotzdem, auf das Irangeschäft zu verzichten und bieten als Gegenleistung an, daß sich die Moskauer Regierung am Bau von Atomreaktoren in Nordkorea beteiligt. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Christine Shelly, erklärte, Rußland sei an diesem Vorschlag „interessiert“. Das Volumen des russischen Iran- Geschäfts von rund einer Milliarde US-Dollar übersteigt die Summe der für 1996 geplanten Rußland- Hilfe der USA.
Nur noch 430 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen