Iran: Haft für Nobelpreisträgerin
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihres Anwalts zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Wie ihr Anwalt Mostafa Nili auf X schrieb, wurde die seit Anfang Dezember in der Stadt Maschhad inhaftierte 53-Jährige nach eigenen Angaben am Samstag vor ein Revolutionsgericht gestellt. Sie erhalte sechs Jahre Haft wegen Verschwörung sowie eineinhalb Jahre Haft wegen propagandistischer Tätigkeit, dazu ein zweijähriges Ausreiseverbot sowie eine zweijährige Verbannung in die iranische Kleinstadt Chosf. Gegen Mohammadi sind bereits einige mehrjährige Hafturteile ergangen. Nili schrieb, dass er angesichts ihres Gesundheitszustands die Erwartung habe, dass Mohammadi auf Kaution freigelassen wird.
Zugleich verschärfte Iran seine Rhetorik gegenüber den USA. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erteilte Forderungen nach dem Ende von Teherans Urananreicherung am Sonntag „selbst im Kriegsfall“ eine klare Absage, nachdem er schon am Samstag vor Angriffen auf US-Militärbasen in der Region gewarnt hatte. Für sein „friedliches Atomprogramm und seine Urananreicherung“ habe sein Land „einen sehr hohen Preis bezahlt“. (dpa, afp, taz)
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