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Iran: Öffentliche Auspeitschungen

BERLIN/TEHERAN taz/rtr ■ Fünf junge Männer wurden am Sonntag in der iranischen Stadt Borujerd einem Bericht der britischen BBC zufolge öffentlich ausgepeitscht. Jeder von ihnen erhielt auf einem belebten Platz über 70 Peitschenhiebe. Ihr Vergehen: „Erregung öffentlicher Unruhe“ und das Einwerfen von Schaufenstern. Damit steigt die Zahl von iranischen Männern, die in den letzten Monaten öffentlich ausgepeitscht wurden, auf über 100. Iranische Richter, die Auspeitschungen annordnen, wollen so den „moralischen Sittenverfall“ unter Jugendlichen bekämpfen. Reformpolitiker um Staatspräsident Mohammad Chatami verurteilen dieses Vorgehen. In der Stadt Ahwas wurde der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge gestern ein wegen Mordes verurteilter Iraner öffentlich hingerichtet. Eine weitere Hinrichtung in der Stadt Behbahan wurde abgesagt. HAR

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