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Interessengeflecht

Aids und kein Ende: 13 afrikanische KünstlerInnen zeigen in der Schau „Afrika Apart“ Arbeiten zum Thema

Afrika Apart. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstr. 25. Eröffnung: Fr., den 13.,19 Uhr. Öffnungszeiten: Tgl. 12–18.30 Uhr

Der Mensch ein Tier, eine Schachfigur in einem System ohne Koordinaten? Fragen, die einem bei der Betrachtung von Jane Alexanders Installation zum Thema „Aids“ in den Kopf schießen. In einer Welt, die zum großen Teil von marktwirtschaftlichen Interessen gelenkt wird, stellt das Leben eines Menschen oft nur noch das Produkt einer kaum nachvollziehbaren Handlungskette dar. Denn die verzwickte Verknüpfung von Traditionen, Unbedarftheit und zeitgenössischen Wertsystemen, die durch lukrative Vorhaben bestimmter Interessengruppen gesteuert sind, bilden gerade im Falle der Aidsepedemie in Afrika ein komplexes Horrorszenario. Eine Lösung ist nicht auszumachen. Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst präsentiert erstmalig in Deutschland eine Ausstellung zu diesem Thema. Bemerkenswert, dass ausschließlich afrikanische KünstlerInnen ihre Positionen zeigen. Neben der preisgekrönten Südafrikanerin Jane Alexander stellen u. a. die Dokumenta-11-TeilnehmerInnen von Le Group Amos (Kongo) und Pascale Marthine Tayou (Kamerun/Belgien) aus.