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Inner und anner

■ Fanny Müller:

Sollten Sie als Nichthamburgerin einmal in unsere schöne Stadt kommen und mich besuchen wollen, dann kann ich Ihnen nur dringend raten, sich einen guten Stadtplan zu besorgen. Kurbeln Sie n i e das Fenster runter und fragen Einheimische nach dem Weg. Auch dann nicht, wenn Sie der Meinung sind, daß Sie den Dialekt beherrschen.

Das geht nämlich so:

Beier Schilleroper? Warten Sie ma – wo sind wir jetz? Jetz sind wir inner Stresemannstraße. Da fahrn Sie ümmer gradeaus, untere S-Bahn-Überführung durch, und denn paß auf: denn sehn Sie auffer rechten Seite die PRO und auffer linken Seite issn Haus mitten Vorbau, sonne Art Veranda mit Raffgardinen, da wohnt übrigens Rene Dürang, jaja, der, wo das Salambo auffer Großen Freiheit hat, da steht auchn Weihnachsbaum inn Fenster mit so rote und grüne Kerzen an, allens elektrisch, aber jetz nich, ers inn Oktober. Und davon wiesawie, hinter son graues Haus, wo ne Arbeitsvermittlung drinne is – da is auchn Schild dran, wo das draufstehn tut – also da geht ne ganz lütte Straße ab, da kucken Sie leicht an vorbei. Und d i e – die nehm Sie n i c h...

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