■ Industriehanf-Anbau: Hanfgesellschaft will klagen
Berlin (dpa) – Die in Berlin neu gegründete Hanfgesellschaft will gerichtlich gegen das Verbot streiten, Hanf für industrielle Zwecke anzubauen. Das Bundesgesundheitsamt hatte im Dezember unter Hinweis auf das Betäubungsmittelgesetz den Antrag einer Genossenschaft im Kreis Barnim in Brandenburg abgelehnt, zunächst 110 Hektar mit dem vielseitig verwendbaren, nachwachsenden Rohstoff zu bebauen, aus dem etwa Papier gewonnen werden kann. Der Rauschmittelanteil im Industriehanf sei viel niedriger als in den Sorten, die für Haschisch verwendet werden, so Michael Karus vom Katalyse-Institut Köln. Eine Zellstoff-Fabrik in Brandenburg habe schon Bedarf an 5.000 Tonnen Hanfzellstoff angemeldet, sagte Mathias Bröckers von der Hanfgesellschaft.
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