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Indianer besuchen die Hafenstraße

Was haben Indianer und Hausbesetzer gemeinsam? „Beide kämpfen gegen Profitgier und müssen als Wegwerfmenschen am Rande der Gesellschaft leben“, so Marie Annette James. Die Indianerin gehört zur AIM-Delegation, die gestern die Hafenstraße besuchte. AIM steht für American Indian Movement, einem Zusammenschluß vieler indianischer Stämme. In der Volxküche berichtete die Gruppe aus drei Indianern und einer Weißen über ihren Kampf gegen die US-Regierung. Gleichzeitig beschrieben sie Eindrücke ihrer Deutschlandreise: Die Situation in einem Rostocker Asyl-Heim und im Hamburger Roma-Camp habe sie stark an die erbärmlichen Bedingungen in den Reservaten erinnert. Ward Churchill, Vize-Vorsitzender des AIM: „Ich stehe hier als nordamerikanischer Roma, um meine Solidarität mit den Indianern Europas auszudrücken.“ Die Delegation berichtet von Leonard Peltier, der seit 18 Jahren im Knast sitzt, weil er bei einem Schußwechsel angeblich zwei FBI-Agenten erschossen hat – für sie ist Peltier ein politischer Gefangener. Am Ende der Veranstaltung kam erneut das Roma-Camp zur Sprache. Die weiße AIM-Unterstützerin Paulette d'Auteuil forderte, daß jede Aktion unter Regie der Roma laufen müsse, da „wir Weißen häufig denken, daß wir Lösungen für alle haben.“ rob

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