piwik no script img

Index on Censorship

Ein Jahr Ende der Apartheid in Südafrika: ein Jahr, in dem ungeheuer viel passierte, sich vieles verbesserte, aber auch neue (und alte) Probleme Entwicklungen bremsten.

Nadine Gordimer, zeitlebens Gegnerin der Apartheid, versucht in ihrer vorläufigen Bestandsaufnahme, mit Descartes dieses Jahr, das einer „sich übeschlagenden Woge gleicht“, zu verstehen.

Adewale Maja-Pearce, Afrika-Spezialist von Index on Censorship, beschreibt die Situation an den Universitäten, wo es regelmäßig zu Unruhen kommt. In den Entscheidungsgremien sitzen nämlich noch immer vorwiegend Weiße, die Studenten fordern dagegen eine „Afrikanisierung“ der akademischen Räte.

Die Eigentumsverhältnisse in der südafrikanischen Presselandschaft sind schnellen Veränderungen unterworfen. Alternative Medien verschwinden nach und nach, ausländische Pressemagnaten kaufen die etablierten Medien, und es bilden sich neue Monopole.

Zum Abschluß setzt sich Achmat Dangor in seiner Erzählung „Mama & Kid Freedom“ – die vielleicht als eine Satire auf Winnie Mandela gelesen werden kann – mit alten und neuen Irrationalitäten auseinander, die gefährliche politische Kosequenzen haben können.

Die Auswahl der Texte aus der neuesten Ausgabe von „Index on Censorship“ besorgte wie immer Uta Ruge, London, die Übersetzungen diesmal ausnahmsweise Meinhard Büning.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen