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„In die Wüste schicken“

■ DSU-Parteichef Hansjoachim Walther wird abtreten

Ilmenau. Der DSU-Bundesvorsitzende Hansjoachim Walther wird auf dem DSU-Parteitag am kommenden Sonnabend (25.5.) in Leipzig nicht mehr für den Vorsitz seiner Partei kandidieren, berichtet die 'Suhler Tagespost‘ am Dienstag. Als Grund nannte Walther, der Hochschullehrer an der Technischen Hochschule Ilmenau ist, allein seine berufliche Tätigkeit. Er strebe jedoch ein Stellvertreteramt an. Neuer DSU-Vorsitzender soll einer der bisherigen Stellvertreter, Johannes Witoschek, werden. Die Querelen innerhalb der 7.000 Mitglieder zählenden DSU würden auf dem kommenden Parteitag in Leipzig endgültig bereinigt, erklärte Walther, der auf eine stärkere Zusammenarbeit mit CSU und CDU setzt. Die DSU strebe auch eine Satzungsänderung an, damit sie sich möglicherweise später doch bundesweit ausdehnen könne, so die Zeitung. Hauptziele der künftigen DSU-Arbeit seien das Vorgehen gegen alte sozialistische Methoden und die soziale Gestaltung der Marktwirtschaft. Die DSU habe sich vor allem auf die Fahnen geschrieben, alte sozialistische Seilschaften, die auch den wirtschaftlichen Neubeginn behindern, zu zerschlagen. Walther sei sich sicher, daß es auch im Thüringer Landtag noch ehemalige Stasi-Mitarbeiter gäbe. Diese Leute müßten nach ihrer Überprüfung „sofort in die Wüste geschickt werden“. Ferner strebe die DSU einen Beschluß an, daß gleichzeitige Mitgliedschaft in PDS und DGB unvereinbar seien. adn

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