In Syrien verschwundene Journalistin: Angeblich nach Iran abgeschoben
Die in Syrien verschwundene Journalistin Dorothy Parvaz soll in den Iran gebracht worden sein. Sie war festgenommen worden, weil sie versucht habe, illegal in Syrien einzureisen.
BERLIN taz | Die in Syrien vermisste Journalistin Dorothy Parvaz von al-Dschasira Englisch soll in den Iran überführt worden sein, meldet der Nachrichtensender. "Wir fordern Informationen der iranischen Behörden und Dorothys sofortige Freilassung", sagte ein Sprecher des Senders in einer Stellungnahme am Mittwoch.
In einer Mitteilung der syrischen Behörden habe es geheißen, Parvaz habe versucht, illegal mit einem abgelaufenen iranischen Pass in Syrien einzureisen und sei daraufhin am ersten Mai in den Iran gebracht worden.
Der iranische Außenminister habe am darauffolgenden Tag gesagt, er wisse nichts von Parvaz' Aufenthaltsort, berichtet al-Dschasira weiter. Er habe die syrische Regierung aufgefordert, den Fall aufzuklären.
Parvaz, die seit dem Jahr 2010 für al-Dschasira arbeitet und berichtet, hat die iranische, kanadische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
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