: Impfungen mit Folgen
■ US-Senatskommission zu Ursache des „Golfsyndroms“ / Kritik am Pentagon
Washington (AFP/wps) – Eine bei mehreren tausend US-Golfkriegsteilnehmern festgestellte rätselhafte Krankheit ist möglicherweise auf vorherige Impfungen zurückzuführen. Dies geht aus einem Bericht des US-Senats hervor, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Demnach waren die Soldaten wegen befürchteter irakischer Angriffen mit chemischen und biologischen Waffen geimpft worden. Dem Bericht des Kriegsveteranenausschusses zufolge hatte das Verteidigungsministerium wegen möglicher Gesundheitsrisiken zunächst Bedenken. Diese seien jedoch wegen der von Irak ausgehenden Gefahr beiseite geschoben worden.
Die unter dem Namen „Golfsyndrom“ bekannte Krankheit hat eine Reihe von charakteristischen Symptomen: Die Soldaten waren übermüdet, hatten Erinnerungsschwächen, Kopfschmerzen, Hautprobleme und litten an Sehschwäche. Mittlerweile scheint es, als werde das Golfsyndrom auch auf die nächste Generation übertragen. So starben beispielweise in Fort Bragg, wo das 82. Luftlandekorps der US Army stationiert ist, zehn Neugeborene an mysteriösen Symptomen. In weiteren Fällen war das Immunsystem der Säuglinge stark geschwächt. Das Golfsyndrom wird offenbar über den männlichen Samen übertragen. Frauen von Veteranen hatten sich auch über ein Brennen im Unterleib im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr beklagt.
Zahlreiche Untersuchungen dieser Symptome waren bereits vorgenommen worden, ohne jedoch zu schlüssigen Erklärungen zu kommen. Aus dem 53 Seiten starken Senatsbericht geht hervor, daß die Impfung angeordnet worden sei, obwohl sich zahlreiche Soldaten geweigert hätten. Einigen Soldaten sei geraten worden, die Impfaktion nicht öffentlich zu machen. Pentagon-Sprecher Jim Turner lehnte zunächst jede Stellungnahme ab. Das Ministerium wolle zuerst das Dokument studieren.
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