: Imhausen bleibt im Knast
Berlin (taz) - Der Chef der Chemiefirma Imhausen, die verdächtigt wird, das technische Know-how für eine Gifgasanlage in Libyen geliefert zu haben, bleibt weiter in Haft. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur 'Reuter‘ hat der zuständige Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe eine Haftbeschwerde von Imhausen-Hippenstiel verworfen und in seiner Begründung erstmals auch Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen bekanntgegeben. Danach gilt für den Haftrichter als erwiesen, daß Imhausen an der Lieferung eines Gerätes für die Herstellung des Giftgases „Lost“ beteiligt war. Insgesamt gilt Imhausen nach den Ermittlungen als dringend verdächtig, bei der Planung und dem Bau der libyschen Giftgasfabrik in Rabta beteiligt gewesen zu sein. Dazu gehöre die Lieferung eines elektronischen verfahrenstechnischen Steuerungsanlage, die über belgische und deutsche Firmen abgewickelt wurde.
Die Fortdauer der Untersuchungshaft begründet das Gericht deshalb auch mit der virulenten Fluchtgefahr, da der Angeklagte wegen der Schwere der Tat mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen habe.
JG
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