: IG-Bau will werben und kämpfen
Nürnberg (dpa) - Mit der Werbung neuer Mitglieder und der Reform der Organisation will die IG Bau-Steine-Erden aus der Krise kommen. Gewerkschaftschef Konrad Carl forderte am Donnerstag seine Organisation zu einer „Modernisierung nach innen“ auf. Angesichts des Verlustes von 44.000 Mitgliedern in den vergangenen drei Jahren und einer „erschreckenden“ Überalterung müsse das Werben neuer Mitglieder „Vorrang vor allem anderen“ haben, betonte Carl in einem Grundsatzreferat beim Gewerkschaftstag in Nürnberg, der an diesem Freitag zu Ende gegangen ist. Vorschläge zur Modernisierung und Reform der Gewerkschaftsorganisation soll eine „Strukturkommission“ machen. Bei künftigen Tarifauseinandersetzungen will die Gewerkschaft eine schärfere Gangart einschlagen. Der 14. Ordentliche Gewerkschaftstag in Nürnberg beschloß eine „rigorose“ Änderung der bisherigen Tarifpolitik. Neben der Forderung nach der 35-Stunden-Woche beschlossen die rund 330 Vertreter der 470.000 Mitglieder, so schnell als möglich einen Jahresurlaub von mindestens 30 Tagen und ein volles 13. Monatseinkommen durchzusetzen.
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 360 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen