: Hunderttausende feiern Frieden
Luanda (ap) — Hunderttausende von Menschen haben am Wochenende in Angolas Hauptstadt Luanda das Ende des 16jährigen Bürgerkriegs gefeiert. Nach der Rückkehr aus Lissabon sagte Präsident Jose Eduardo dos Santos vor einer riesigen Menge: „Der Traum ist Wirklichkeit geworden.“ In Lissabon hatten dos Santos und Unita-Führer Savimbi am Freitag das vor wenigen Wochen paraphierte Friedensabkommen unterzeichnet.
Rund eine halbe Million Menschen säumten am Samstag die Straßen, durch die der angolanische Präsident nach der Rückkehr aus Portugal vom Flughafen in die Innenstadt Luandas fuhr, begleitet von zwei seiner Kinder. Er zündete eine Fackel des Friedens an dem Denkmal, das bisher dem Gedenken an militärische Erfolge über die auf seiten der Unita kämpfenden südafrikanischen Truppen diente. In seiner Ansprache, in der Präsident dos Santos die Anrede „meine Damen und Herren“ statt wie bisher „Genossen“ benützte, versicherte er, die 120.000 Soldaten, die demnächst demobilisiert werden sollen, würden „eine andere Arbeit finden“, und rief auch westliche Investoren auf, beim Aufbau des vom Krieg verwüsteten Landes, das aber sehr reich an Bodenschätzen ist, mitzuarbeiten.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen