Hugo Chávez' Sozialistische Einheitspartei: "Große Revanche"
In Venezuela kommt die Bildung der Sozialistischen Einheitspartei unter Präsident Hugo Chávez voran.
BUENOS AIRES taz In Venezuela kommt die Bildung der von Hugo Chávez angekündigten sozialistischen Partei weiter voran. Am Samstag war Chávez zum Präsidenten der Partido Socialista Unido de Venezuela (PSUV) bestimmt worden. Auf der 5. Sitzung ihres Gründungskongresses hatten die knapp 1.700 Delegierten per Akklamation Chávez einstimmig zu ihrem Parteipräsidenten gemacht. Nach dem Willen der Delegierten ist jedoch die Generalversammlung der Partei das oberste Entscheidungsgremium.
Als nächster Schritt soll bis zum 10. März das vorläufige 15-köpfige Direktorium der PSUV gewählt werden, teilte Diosdado Cabello, Vorsitzender der Disziplinarkommission der Partei, mit. Alle Delegationen aus den 23 Bundesstaaten wurde aufgefordert, drei mögliche Kandidaten vorzuschlagen. Diese werden zunächst vom neuen Parteipräsidenten "überdacht". Danach wird die Liste mit den rund 80 Kandidaten den Sprechern, deren Stellvertretern und den jeweils fünf Bevollmächtigten der 14.138 landesweiten sogenannten sozialistischen Bataillone zur Abstimmung vorgelegt. Nach Schätzungen sind in den Bataillonen bereits über fünf Millionen Parteianhänger organisiert. Er hoffe, die Partei werde die Regierung begleiten und sich nicht unterordnen, so Cabello.
Das große Ziel der neuen Partei sind die Regionalwahlen in November. Hier will sich die PSVU erstmals präsentieren. Für Chávez ist es nach seiner Schlappe beim Verfassungsreferendum vom vergangenen Dezember die nächste Herausforderung. Es werde "die große Revanche" sein, versicherte er.
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