: Hochhuth rein ins BE
Die Übereignung der Theater- Immobilie des Berliner Ensembles an die Stiftung des Dramatikers Rolf Hochhuth scheint perfekt. Wie der Bühnenautor in einem Interview mit dem Spiegel bestätigte, haben die jüdischen Alteigentümer des Theaters ihre Restitutionsansprüche bereits an die Hochhuth-Stiftung abgetreten. Hochhuth griff den Autoren-Kollegen und BE-Chef Heiner Müller, der sich gegen ein Mitspracherecht Hochhuths bei der Programmgestaltung ausgesprochen hatte, massiv an. Es sei „schon komisch, wenn ausgerechnet die Leute, die West- Autoren während der DDR-Zeit unterdrückten, auf der Freiheit des Spielplans“ beharrten. Hochhuth: „Dafür trägt ein Mann wie Heiner Müller, der ja lange Dramaturg im Deutschen Theater war und der auch sonst in Theaterkantinen Politik gemacht hat, zweifellos mehr Verantwortung als die SED.“dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen