: Hochhuth: BE-Crew soll lange bleiben
Der Schriftsteller Rolf Hochhuth hat in dem Streit mit dem Berliner Ensemble um sein Vorkaufsrecht an dem Theater versichert, daß die „jetzige Crew so lange wie möglich am BE bleiben soll“. „Die Holzapfel-Stiftung hatte in dem einzigen Gespräch, das bisher stattgefunden hat, sofort einen zehn- bis zwölfjährigen Mietvertrag für die jetzige Direktion angeboten, mit der Bitte, daß Heiner Müller unbedingt der Primus inter pares bleibt und daß ich als Fünfter hinzutreten kann, das heißt: ein Fünftel der Stimmen in der Direktion bekomme“, sagte Hochhuth gestern in einem Interview. Zugleich versicherte er, daß nur eine einvernehmliche Lösung in Frage komme. Er könne es nicht als „kriminell“ empfinden, daß er den Wunsch habe, „mit jetzt 64 Jahren für den Rest meiner Tage an einem Theater mitzuarbeiten“.dpa
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen