: Hinter HB geht's weiter
■ Sozialdemokraten im Bezirk Weser-Ems erkoren sich neuen Vorsitzenden
Niedersachsens früherer Justizminister Wolf Weber (Rastede) ist neuer Vorsitzender des SPD-Bezirks Weser-Ems. Er wurde am Samstag auf einem Parteitag in Oldenburg mit 126 von 136 Stimmen gewählt. Gegenkandidaten gab es nicht. Der 54-Jährige löst Inge Lemmermann ab. Die 63 Jahre alte, ehemalige Landtagsabgeordnete stand seit 1994 an der Spitze des zweitgrößten der vier niedersächsischen SPD-Bezirke und kandidierte nicht wieder.
Weber bezeichnete es als Hauptziel, das politische Gewicht von Emsländern, Oldenburgern, Osnabrückern und Ostfriesen in Hannover zu stärken. „Wir wollen was auf die Beine bringen in Hannover – die sollen schon hören, dass wir da sind.“ Viele Ministerialbeamte hielten offenbar Bremen für die Nordwestgrenze Niedersachsens. Das müsse sich ändern. Sein Verhältnis zu Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) beschrieb Weber als kooperativ. Allerdings müsse sich Gabriel gefallen lassen, „dass er unser Ministerpräsident ist, aber nicht wir seine Partei.“
Gabriel kündigte auf dem Parteitag eine verstärkte Förderung des landeseigenen Nachwuchses zur Bekämpfung des Fachkräftemangels an. Er unterstütze zwar den Kurs von Innenminister Otto Schily in der Einwanderungsdebatte, sagte Gabriel. Greencard und Zuwanderung dürften jedoch nicht die einzige Antwort auf den Fachkräftemangel sein. dpa
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen