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Hilfe für Polen

Hochwasserlage in Südpolen weiter angespannt: Außenminister Fischer bietet Katastrophenhilfe an

BERLIN rtr ■ Deutschland hat Polen Hilfe bei der Bewältigung der Hochwasserfolgen angeboten. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte am Freitag in Berlin, Außenminister Joschka Fischer habe mit seinem polnischen Kollegen Wladyslaw Bartoszewski telefonisch über die Lage in den Hochwassergebieten gesprochen und dabei Hilfe angeboten. Konkrete Anfragen gebe es aber noch nicht.

Die Situation in Südpolen hat sich weiter verschlechtert. Nach tagelangen Regengüssen sind die Pegel dramatisch gestiegen. Besonders ländliche Gemeinden sind zum Teil gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Die Johanniter stehen bereit, um über ihre Sozialstationen die Bevölkerung in den Hochwassergebieten zu unterstützen. Nach Einschätzung des Johanniter-Auslandsbereichs werden besonders Lebensmittel, Decken und Hygieneartikel benötigt.

Aus Furcht vor einer Flutwelle auf der Weichsel sind weitere Dörfer evakuiert worden. Bis Freitag wurden rund 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Nach Angaben von Rettungsdiensten war besonders die Region Mielec, rund hundert Kilometer westlich von Krakau, von den Fluten bedroht. Durch das Hochwasser der Weichsel und ihrer Zuflüsse sind bislang mindestens zehn Menschen umgekommen. Der deutsche Meteorologiedienst IndicaVia sagte ein Nachlassen der Niederschläge in Polen für das Wochenende voraus, was verzögert zur Entspannung der Krisensituation führen könnte.

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