: Heute schon geheiratet?
Mensch, du, ja du, sag doch einfach ja, du!
Es ist ja auch kompliziert auf dieser Welt. Gute und vor allem funktionierende Gebrauchsanleitungen für Kinder, Frieden und Käsefondue sind weit und breit Mangelware. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, liegen aber ausschließlich in der, wie es auf gut Neudeutsch heißt, schwer zu handlenden Spezies Mensch. Und das seit schon immer – entgegen aller aktuellen Untergangsarien in den unsozialen Medien, dass gefühlt erst seit der Merz-leck-Eier-Trump-Abschaum-für Deutschland-und-so-weiter-und-so-fort-Ära alles komplett verloren ist. Wie gut also, dass es eine topaktuelle Seite gibt, die da lautet: einfachheiraten.info. Ja, so einfach ist es, wenn sich die Evangelische Kirche Deutschland was ganz Einfaches in ganz leichter Sprache überlegt, um sich sommerlich schleimig anzuwanzen an die verlustig gehende Gemeinde: „Seid willkommen! Finde einen von 353 Orten, wo du einfach heiraten kannst.“ Am 26. Juni ist es so weit – und die Wahrheit hat nach Durchsicht der Seite noch einen Tipp: Der Hinweis, dass man zum Heiraten das Haus verlassen muss und nach der Hochzeit noch eine weitere Person an der Hacke hat, der fehlt bislang!
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen