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Heute im Schlachthof:

■ Rumble Militia

Gerade im verflixten siebten Jahr erwischte es Rumble Militia: die sechste Platte der Band wurde wegen Texten, die angeblich zu Gewalttaten aufrufen, vom Hamburger Zoll beschlagnahmt; die Plattenfirma zog das Werk zurück (die taz berichtete). Gerade deswegen dürften die Bremer Hardcore-Metaller heute abend im Schlachthof besonders motiviert sein. Unter dem Titel „Wieviel Haß wolt ihr noch?“ treten vier Bands mit dem hehren Anspruch auf, gegen Intoleranz und für Völkerverständigung zu spielen.

Werte, die der knüppelharte Bremer Vierer ohnehin, wenn auch nicht in lichterkettentauglichen Formulierungen seit Jahren vertritt. Dies und das musikalisch kompromißlose, nicht auf Massengeschmack abgestimmte Programm bürgt für eine integre Veranstaltung jenseits von betroffenem Rock gegen Rechts.

Neben den Lokalmatadoren Rumble Militia wollen drei weitere deutsche Bands mit derben Klängen Problembewußtsein fördern. Als erste wären da fünf junge Bürschlein aus Aurich namens Brainstrom; eine vielseitige, frische Kapelle, die Ami- Hardcore, metallische Teile und vertrackte Songstrukturen auf einen Nenner bringen. Ein Tip, wegen dem es sich lohnt, pünktlich aufzutauchen.

Vielversprechend sind auf jeden Fall Headhunter. Auf den Trash Metal von Schmier, der sich schon bei Destruction fast die Stimmbänder aus der Lunge schrie, darf man gespannt sein.

Heute ab 19.30 Uhr im Schlachthof.

Lars Reppesgaard

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