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Hessen-Wahl für Hamburg

Nicht nur für die Bundestagswahl 1998 galten die hessischen Kommunalwahlen als Stimmungsbild. Auch für die Hamburger Bürgerschaftswahlen war der dortige Urnengang – insbesondere in Frankfurt – ein Testlauf. Anders als im hessischen Landesdurchschnitt nämlich erreichte die SPD in der Mainmetropole keine 30 Prozent, während die Grünen auf fast 17 Prozent anwuchsen. Damit schreibt sich der dramatische Rückgang der SPD-Stammwählerschaft in den Großstädten fort.

Das gute Abschneiden der Frankfurter Grünen stimmt die GAL-Chefin Krista Sager deshalb auch „für Hamburg optimistisch“. Das SPD-Ergebnis sei die Quitting für die geplatzte rot-grüne Zusammmenarbeit, warnt Sager Hamburgs Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) erneut vor einer großen Koaltion. Der glaubt hingegen, die beiden Städte seien nicht vergleichbar. Die Frankfurter Sozis sollten sich angesichts ihrer Misere „an die eigene Nase fassen“.

CDU-Bürgermeisterkandidat Ole von Beust wittert indes Morgenluft für seine Zukunft. „Ermutigend“sei der Blick nach Hessen. Selbst Hamburgs FDP-Chef Frank-Michael Wiegand spürt Frankfurter „Rückenwind“(FDP: 6,2 Prozent). Allerdings hieß der FDP-Spitzenkandidat dort Ignaz Bubis. sim

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