■ Herzklappen: Skandal nicht „inszeniert“
Bonn/München (AP) – Um Schmiergeldzahlungen der Medizinindustrie an Ärzte aufzudecken, haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr einen hochrangigen Informanten aus dem Umfeld der Unternehmen engagiert. Das bestätigte der Sprecher des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Johannes Beckmann, am Samstag in Bonn. Er wies jedoch zugleich Vorwürfe des Münchner Nachrichtenmagazins Focus zurück, die Krankenkassen hätten mit 1,5 Millionen Mark die Affäre um überhöhte Preise für medizinische Produkte quasi selbst inszeniert, um ihre Kosten zu drücken. Die Aufwendungen für Informationsbeschaffung bezeichnete Focus als „Schmiergeld“. Bei dem Skandal war bekanntgeworden, daß Mediziner technische Produkte wie Herzklappen zu offensichtlich überhöhten Preisen eingekauft und dafür Bestechungsgelder von den Unternehmen bekommen hatten.
Umverteilung gegen rechts
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