: Herummoralisieren-betr.: Sechsismustage", taz vom 20.1.90
betr.: „Sechsismustage“,
taz vom 20.1.90
Die taz: von hinten bis vorne keine Kritik am kapitalistischen Gesellschaftssystem, aber an ein paar blanken Busen herummoralisieren: In dieser Hinsicht schaltet sich die taz eben partout nicht mit der bürgerlichen Presse gleich.
Den Fehler, Sozialismus mit Moral zu verwechseln (wie Gorbatschow), kann man der taz allerdings auch nicht vorwerfen: Von Sozialismus will sie, opportunistisch wie sie ist (vergleiche zum Beispiel die taz-Werbung mit Hajo Krämer/DDR), nichts wissen.
Nina Richter, München
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen