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Helle Zukunft fürs „2.K“

■ Kommissariat für Sexualdelikte ist umgezogen

Prima Stimmung war gestern im 2. Kommissariat („2.K“), das polizeilich für vergewaltigte Frauen und mißbrauchte Mädchen, für Menschenhändler und Porno- Produzenten zuständig sind. Nach Jahren tristen Daseins in dunklen, verdreckten, feuchten Räumen konnten sie diese Woche endlich umziehen ins Polizeihaus, Am Wall 196.

Weil es zwei Etagen gibt, werden künftig vergewaltigte Frauen nicht mehr zusammen mit zum Verhör geladenen mutmaßlichen Vergewaltigern oder Menschenhändlern am selben Tischchen im Flur warten müssen. Weil es einen separaten Raum für Akten und Formularsätze gibt, platzt während der Zeuginnen-Aussagen nicht mehr dauernd irgendwer in den Raum. Vor lauter Begeisterung haben die Kripo-KollegInnnen die zwei letzten Räume gleich selbst angestrichen, strahlend weiß.

Auch der grüne Abgeordnete Martin Thomas, der nach einem taz-Artikel vor zwei Jahren mit dem Thema 2.K in der Bürgerschaft Wirbel gemacht hatte, war gestern zur Eröffnung gekommen.

In die alten miesen Räume, einen Steinwurf weiter in der Ostertorstraße, in denen stockfleckige Pappen gegen das Durchregnen genagelt sind, zogen übrigens Polizei-Kollegen aus der Dokumentations-Abteilung ein. „Nicht ein Pinselstrich“ wurde vorher getan, berichteten die, die es glücklich hinter sich haben. S.P.

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