: „Helfen Sie uns“
Offener Brief des Volkes der Innu an die Völker von Großbritannien, den Niederlanden und Westdeutschland ■ D O K U M E N T A T I O N
Wir sind das Volk der Innu von Ntesinan. Andere nennen unser Land Labrador. Wir haben schon immer auf diesem Land gelebt. Es wurde von einer Generation zur anderen weitergegeben. Heute sind wir die Verwalter dieses Landes. Die vorige Generation hat es uns anvertraut, damit wir es unseren Nachkommen weitergeben können, mit all seiner Schönheit und seinem Reichtum. Unser Volk zählt 10.000 Menschen. Wir leben in Sheshatshit, der Innu-Siedlung, die dem Flughafen am nächsten liegt, den Kanada illegal auf unserem Land errichtet hat. Die Siedlung hat 800 Einwohner...
Wir schreiben, weil wir um Ihre Hilfe bitten möchten. Kriegsflugzeuge mit dem Abzeichen Ihrer Länder üben über unserem Land illegale Tiefflüge und das Abwerfen von Bomben. Täglich erleben die Menschen unseres Volkes und die Tiere, die wir jagen, den Schrecken dieser lärmenden Düsenflugzeuge. Sie fliegen nur 30 Meter über unsere Köpfe hinweg. Die kanadische Regierung hat zudem die Nato eingeladen, die illegale Flugbasis zum vollausgebauten Tiefflug- und Bombenabwurf-Übungszentrum auszuweiten.
Unsere Bitte ist einfach, aber für uns geht es dabei um Tod oder Leben. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihren Regierungen auf und verlangen Sie, daß diese die Verletzung unserer fundamentalen Menschenrechte einstellen.
Seit 1980 schon haben wir gegen die illegale Nutzung unseres Landes protestiert... Das Grundproblem liegt darin, daß die Regierung Kanadas sich weigert, Ntesinan als Innu -Land anzuerkennen, obwohl es in der Verfassung heißt: „Die bestehenden Rechte und Verträge der Ureinwohnervölker Kanadas werden hiermit anerkannt und bekräftigt.“ Wir haben niemals in einem Vertrag oder einer anderen Übereinkunft irgendwelche Rechte an unserem Land an Kanada abgetreten... Wenn wir uns nicht wehren, wird unsere Art zu leben völlig zerstört werden...
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen