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Heinrich Lummer

Das unwiderstehliche Sexappeal des Heinrich Jodokus Lummer wird bald einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß beschäftigen. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag die Einsetzung eines solchen zur Aufklärung der Spionageaffäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten und früheren Berliner Innensenator eingesetzt. Mit den Stimmen aller Fraktionen wurde der Ausschuß eingesetzt, der neun Punkte klären soll. Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, ob es Kontakte zwischen Lummer und Personen gegeben hat, die als Mitarbeiter östlicher Nachrichtendienste gearbeitet haben. Ferner wird nach der Unterrichtung des Verfassungsschutzes durch Lummer über seine Kontakte zu östlichen Nachrichtendiensten gefragt. Außerdem will man wissen, ob Anhaltspunkte bestanden haben, um unter anderem strafrechtliche Ermittlungen gegen Lummer einzuleiten, sowie welche Geheimhaltungsstufen in Zusammenhang mit der Kontaktaufnahme einer Dame des DDR-Staatssicherheitsdienstes (SSD) zu Lummer verfügt worden sind. Zudem soll geklärt werden, wann und durch wen die Erkenntnisse über die Kontakte Lummers mit dem SSD an die Öffentlichkeit gelangt sind. Vor wenigen Wochen war bekanntgeworden, daß Lummer über eine Damenbekanntschaft Kontakte mit dem Stasi gehabt hat.

Text: dpa/taz, Foto: Götz Linzenmeier/Visum