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Hans Meyer trainiert GladbachAuf den Spuren Adenauers

Gladbach holt seinen beliebtesten Trainer zurück in den Ring. Und Christian Ziege wird sein Co-Trainer.

Ein sanftes Lächeln zierte die Gesichter der zahlreichen Menschen, die ihren Sonntagsspaziergang zum Mönchengladbacher Nordpark machten. Denn es war ein besonderer Tag, der wohl beliebteste Mönchengladbacher Fußballtrainer ist nach fünf Jahren in der Fremde zurück am Niederrhein, und das macht die Menschen froh.

Denn der kauzige Trainer ist ja nicht nur ein anerkannter Fachmann für komplizierte Abstiegskämpfe, sondern auch der wohl originellste Rhetoriker der Bundesliga. Folglich dauerte es nicht lange, bis herzhaft gelacht wurde, als Meyer am Sonntagmittag vorgestellt wurde.

Ob er angesichts seines Alters irgendwann in die Scoutingabteilung des Klubs wechseln werde, antwortete der 65-Jährige: "Konrad Adenauer hat auch erst mit 72 Jahren richtig angefangen mit der Politik."

Wirklich interessiert ist Meyer ohnehin nicht an dieser Frage. Es gehe "natürlich um den Klassenerhalt", sagte Meyer, und als wichtigsten Gehilfen präsentierte die Borussia einen überraschend den bisherigen Sportdirektor Christian Ziege, der ins Amt des Co-Trainers wechselt.

Max Eberl, Chef der Nachwuchsabteilung, beerbt Ziege im Amt des Sportdirektors. Doch im Mittelpunkt stand natürlich Meyer. Er hat den Klub ja bereits vom 7. September 1999 bis zum 1. März 2003 trainiert, und nun erinnerte er noch einmal daran, dass er auch Jahre später "noch wir" gesagt habe, wenn er "im DSF über die Borussia gesprochen" hat, und Präsident Königs bestätigte, dass die Zusammenarbeit von damals "eine große Rolle" bei der Verpflichtung Meyers gespielt habe.

Damals übernahm der Thüringer die Mannschaft der Borussia auf dem letzten Tabellenplatz der zweiten Liga, wäre fast noch aufgestiegen und hat den Klub in den Folgejahren in der Bundesliga etabliert. Und das, obwohl ein enormer Schuldenberg abgetragen werden musste.

Von der Stärke der Gladbacher ist er überzeugt. "Es kann doch nicht sein, dass Köln und Hoffenheim, die in der vergangenen Saison hinter der Borussia standen, so viel besser sind, wie es sich in der Tabelle darstellt." Es war ihm anzumerken, dass er sich sehr freut, wieder auf dem Trainingsplatz stehen zu dürfen.

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