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Haider gewinnt wieder

■ Landtagswahlen in Niederösterreich

Wien (dpa/AFP) – Parteichefin Heide Schmidt sprach von einem „Riesenerfolg“ und davon, daß es in Österreich wohl doch ein Interesse an einer Partei mit liberalen Grundsätzen gebe. Ihr „Liberales Forum“, das sich erst im Februar von der rechtsextremen Freiheitlichen Partei (FPÖ) und deren Chef Jörg Haider losgesagt hatte, entwickelte sich bei den Landtagswahlen am Sonntag in Niederösterreich zur großen Sensation: erstmals kandidiert, 5,1 Prozent und drei Mandate gewonnen.

Entgegen den allseitigen Untergangsprognosen legte aber auch die FPÖ zu. Sie verbesserte sich um 2,8 auf 12,2 Prozent und erhielt damit sieben Sitze, zwei mehr als bisher. Erstmals seit der Anti-Ausländer-Volksbefragung im vergangenen Februar, die, gemessen an Haiders Erwartungen, eine Niederlage war, hat sich damit das Wahlvolk zur FPÖ geäußert.

Fortgesetzt hat sich in Niederösterreich der Trend zum Ende absoluter Mehrheiten: Die konservative Volkspartei (ÖVP), seit 1945 alleinregierende Kraft des Bundeslandes, verlor sie dort ebenso wie zuvor in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg. Nur in Wien (SPÖ), in Tirol (ÖVP) und in Vorarlberg (ÖVP) regiert derzeit noch eine Partei allein.

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