: Haft für Brandanschlag
■ Gedächtnislücken halfen nicht
Cottbus (dpa) – Das Cottbuser Bezirksgericht hat gestern drei Männer wegen des Brandanschlages auf ein Asylbewerberheim zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Gegen einen zur Tatzeit im September vergangenen Jahres Einundvierzigjährigen verhängte der 1. Strafsenat viereinhalb Jahre Haft. Zwei damals Siebzehn- und Achtzehnjährige erhielten Jugendstrafen von je vier Jahren. Gegen zwei der Männer wurden die Haftbefehle erneuert, der jüngste von ihnen wurde im Gerichtssaal verhaftet.
Alle drei Angeklagten hatten sich nach Auffassung des Gerichts bei dem Angriff auf das Heim in Alteno des versuchten Mordes, der versuchten schweren Brandstiftung, des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Verabredung eines Verbrechens schuldig gemacht.
Der Ältere wurde außerdem wegen Trunkenheit im Verkehr schuldig gesprochen. Er hatte die Tat wegen Gedächtnislücken bestritten, die anderen waren geständig.
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