: Haft für Brandanschlag
■ Gedächtnislücken halfen nicht
Cottbus (dpa) – Das Cottbuser Bezirksgericht hat gestern drei Männer wegen des Brandanschlages auf ein Asylbewerberheim zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Gegen einen zur Tatzeit im September vergangenen Jahres Einundvierzigjährigen verhängte der 1. Strafsenat viereinhalb Jahre Haft. Zwei damals Siebzehn- und Achtzehnjährige erhielten Jugendstrafen von je vier Jahren. Gegen zwei der Männer wurden die Haftbefehle erneuert, der jüngste von ihnen wurde im Gerichtssaal verhaftet.
Alle drei Angeklagten hatten sich nach Auffassung des Gerichts bei dem Angriff auf das Heim in Alteno des versuchten Mordes, der versuchten schweren Brandstiftung, des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Verabredung eines Verbrechens schuldig gemacht.
Der Ältere wurde außerdem wegen Trunkenheit im Verkehr schuldig gesprochen. Er hatte die Tat wegen Gedächtnislücken bestritten, die anderen waren geständig.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen