Hackerangriff bei Twitter: „Promis“ werben mit Bitcoins

Unbekannte verbreiteten über Accounts von Biden, Obama und Musk dubiose Kryptowährungsdeals. Das wirft Fragen zur Sicherheit von Twitter auf.

Twitter-Symbol, ein weißer Vogel auf blauem Grund.

„Ein harter Tag für uns bei Twitter“, schrieb Chef Jack Dorsey Foto: Matt Rourke/ap

BERLIN afp/reuters | Twitter-Accounts von verschiendenen Prominenten haben am Mittwoch für dubiose Kryptowährungsdeals geworben. Auf den Seiten von Ex-Präsident Barack Obama, dem demokratischen Präsidentschaftsakandidat Joe Biden oder auch beim US-Rapper Kanye West wurde versprochen, dass eingeschickte Bitcoins doppelt zurückgezahlt werden.

Wer hinter diesem Hack der Twitter-Accounts zahlreicher Prominenter aber auch Firmen, wie Apple und Uber, steckt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt. Twitter-Gründer und Chef des Unternehmens, Jack Dorsey, versprach am Mittwochabend Aufklärung und die Öffentlichkeit ausführlich zu darüber zu informieren. „Wir alle bedauern, dass dies passiert ist“, schrieb er. „Ein harter Tag für uns bei Twitter.“

Wenige Stunden nach dem „Sicherheitsvorfall“ verkündete Twitter, dass ein Großteil der Accounts wiederhergestellt und die betrügerischen Nachrichten nicht mehr online seien. Zuvor wurden eine Vielzahl von Accounts zeitweise gesperrt. Dazu gehörten auch die Seiten von Microsoft-Gründers Bill Gates sowie des Tesla-Chefs Elon Musk sowie weitere verifizierte Konten von Journalist:innen, Regierungen und Politiker:innen. Der Account von US-Präsident Donald Trump war nicht betroffen.

Der aktuelle Fall wirft nun die Frage zur Sicherheit von Twitter auf. Dass Accounts gehackt werden, kommt zwar immer mal wieder vor, jedoch nicht in diesem Ausmaß. „Dies scheint der bislang schlimmste Angriff auf eine große Social-Media-Plattform zu sein“, sagte Dmitri Alperovitch, Mitbegründer des Cybersicherheits-unternehmens CrowdStrike. Und auch der politische Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland Daniel Mönch sagte: „Was heute Nacht passiert ist, war wohl einer der größten Angriffe auf Social Media Accounts, den es bisher gab.“ Und weiter: „Wir müssen dankbar sein, dass mit dieser Schwachstelle ‚nur‘ eine Betrugswelle und kein Krieg begonnen wurde.“

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