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Haben Menschen noch ein Lebensrecht?

■ betr.: "Karadzic bietet Gebietsaustausch an", taz vom 24.6.93

betr.: „Karadžić bietet Gebietsaustausch an“, taz vom 24.6.93

Da bietet eine nicht legitimierte Volksgruppe, die bosnischen Serben, die seinerzeit die Wahlen in Bosnien boykottiert haben, den bosnischen Moslems, die ihr Parlament frei gewählt haben, um ihren Staat auf eine neue Basis zu stellen und in dieser Situation zu erhalten, einen Gebietsaustausch an, der so ausschauen soll, daß die ersteren die weitaus größere Gebietsfläche erhalten sollen, die letzteren nur zwei kleine Gebietszipfel – und die UNO nimmt das einfach so hin.

Und in Wien kommt eine Menschenrechtskommission der UNO zusammen und kann sich nicht einmal über den Begriff Menschenrechte und einen Menschenrechtsbeauftragten oder eine entsprechende Gerichtsbarkeit einigen! Haben wir Menschen denn überhaupt unter diesen Umständen noch ein Lebensrecht? Manfred Rasp, Wunsiedel