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KommentarGutachter-Spiele

■ Kita-Sparpolitik nach altem Muster

Es hätte ganz anders kommen können. Am Anfang wurde der Eindruck erweckt, dass im Kita-Bereich gemeinsam mit einem Gutachter überlegt werden sollte, wie man die gewünschte Dienstleistung mit geringerem Kostenaufwand hinbekommen kann.

Wäre schön, wenn die Leitungen einer Einrichtung „Kita“ zu kaufmännischer Denkweise angehalten würden, formulierte der Gutachter. Wäre schön, wenn das auf höherer Ebene auch passieren würde, konnte man in logischer Konsequenz weiterdenken; der Gutachter unterließ diesen Satz nur aus Rücksicht gegenüber den Auftraggeber.

Die gesamte Organisationsstruktur der Verwaltung des Angebotes „Kita-Plätze“ sollte von Grund auf geändert werden, steht in dem Gutachten, der Staat die Standards kontrollieren und sich ansonsten aus der Pädagogik zurückziehen. Die Kitas sollten pro Nase einen bestimmten Betrag Geld bekommen und damit im Interesse der „Kunden“ effektiv wirtschaften.

Der Beschluss, den der Senat heute fassen soll, beinhaltet etwa das Gegenteil davon: An der Struktur wird nicht gerüttelt (allenfalls nach dem Jahr 2005!), nach den Verwaltungskosten fragt niemand, aber am Mittagessen der Kinder etc. soll gespart werden.

Der externe Sachverstand des Gutachters wurde dafür nicht gebraucht. Klaus Wolschner