: Gurke des Tages
Richard Schröder, sozialdemokratischer Theologe und Beinahe- Präsidentenkandidat, hat sich in den Streit der evangelischen Kirche um die Militärseelsorge eingemischt. In der Zeit plädiert er gegen eine strenge Trennung von Staat und Kirche auf militärischem Gebiet, wie sie die Ost-Evangelen angeregt haben. Militärpfarrer müßten, so Schröder, in den Kasernen, im Manöver und im Ernstfall nah bei den Soldaten (wörtlich: „intensiv präsent“) sein. Pfarrer, die mehr Abstand zur schimmernden Wehr halten wollten, seien für die Soldaten „Schönwetterseelsorger“, die nicht dabei seien, wenn die Jungs „im Dreck liegen“. Unser Tip: Heben Sie sich in ihrem Garten einen Graben aus. Lassen Sie diesen voll Wasser laufen, und legen Sie sich in den Schlamm. Dann lassen Sie sich vom Dach des Hauses ein paar Tage von einem Scharfschützen unter Feuer nehmen. Mal sehen, ob Sie dann immer noch sagen: „Ich widerspreche der Behauptung, die Bundeswehr sei entbehrlich und gehöre schnellstens abgeschafft.“
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen