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Gurke des Tages

Die Bundeswehr ist hoffnungslos passé. Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat längst die der Wehrdienstleistenden eingeholt. Kein Wunder, daß der Verteidigungsminister symbolisches Geschütz auffährt. Und zwar mit einer neuen Dankurkunde für „treu geleisteten Wehrdienst“ – eine Art Orden aus DIN-A4-Papier. Grundfarbe: Chamoisweiß mit schwarzrotgoldenem Rand, Bundesadler und Dienstsiegel. „Im Namen der Bundesrepublik Deutschland“ sollen folgende Soldaten das Wehrsportabzeichen erhalten: Wehrpflichtige Soldaten bei der Beendigung des Grundwehrdienstes; Soldaten, die sich acht Jahre oder weniger verpflichtet haben; und Reservisten, die mindestens eine Wehrübung abgeleistet haben. Unwürdig sind hingegen – logo! – anerkannte Kriegsdienstverweigerer, Straffällige, aus der Bundeswehr gefeuerte und die, die „die militärische Ordnung und das Ansehen der Bundeswehr gefährden“. Ebenso jene, bei denen der „Verlust der Eigenschaft als Deutscher“ zu verzeichnen ist. Einer besonderen Prüfung, ob sie des Dankes wert sind, werden diejenigen Soldaten unterzogen, die das Gelöbnis verweigert haben. Keine Urkunde erhalten auch Reservisten, die ihren Wehrpaß demonstrativ verbrennen oder Reservisten, die rein biologisch nicht mehr zur Verfügung stehen. „Ausplanung infolge Tod“, wie das im schönsten Wehrdeutsch heißt.

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