: Grünes Leuchten für Wedemeier
Bremen (ap) — In Bremen erweist sich die Bildung einer neuen Senatskoalition als kompliziert. Nach einem Sondierungsgespräch zwischen SPD und Grünen sagten die beiden Parteien, die Verwaltung müsse zunächst ein „Finanztableau“ erarbeiten. Die Grünen stellten aber „keine personellen Vorbedingungen“. Damit wurde eine Erklärung ihres Fraktionssprechers Martin Thomas zurückgenommen, der vor Verhandlungen über eine rot-grüne Koalition den Rücktritt von Bürgermeister Klaus Wedemeier gefordert hatte.
CDU-Spitzenkandidat Nölle sagte vor Journalisten in der Hansestadt, CDU und SPD hätten wegen möglicher Koalitionsgespräche bereits Konktakt aufgenommen. Vor der Wahl habe er sich nicht vorstellen können, unter Bürgermeister Wedemeier Senator zu werden, fügte Nölle hinzu. Er habe sich aber auch nicht vorstellen können, „daß die SPD so tief sinkt“. Nölle nannte es denkbar, daß er neuer Bremer Bürgermeister in einer Koalition von CDU, FDP und Grünen werde. Er sei zu Gesprächen mit den beiden kleineren Parteien bereit, sagte Nölle. Er gehe jedoch davon aus, daß eine solche Koalition wegen der sehr unterschiedlichen Positionen „schneller auffliegen könne“.
Siehe Kommentar Seite 12
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen