: Grüne wollen neu zählen
■ Auf der Suche nach 307 Stimmen
Kiel (afp) — Eine Neuauszählung der Stimmen haben die schleswig- holsteinischen Grünen vier Tage nach der Landtagswahl im nördlichsten Bundesland gefordert. Vorstandssprecherin Fröhlich sagte gestern in Kiel, angesichts des knappen Wahlergebnisses dürfe „nicht der Hauch eines Zweifels“ an der absoluten Mehrheit der SPD bestehen. Am Wahlabend war den Grünen von Landeswahlleiter Ulrich Mann zunächst der Einzug in das Landesparlament mit 5,0 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bescheinigt worden. Kurz darauf mußte Mann das Ergebnis jedoch revidieren. Die fünf Prozent seien aufgrund eines Programmierfehlers im Computer zustandegekommen. Er habe das Ergebnis von 4,97 Prozent aufgerundet. Den Grünen fehlten 397 Stimmen. Dadurch erhielt die SPD eine absolute Mehrheit, die eine Stimme ausmacht. Die Grünen begründeten ihre Forderung nach Neuauszählung der Stimmen damit, daß die politischen Konsequenzen, die mit einer Veränderung des Ergebnisses verbunden wären, „gewaltig sind“. Die SPD würde ihre absolute Mehrheit verlieren und eine mögliche Koalition von SPD und FDP die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat tangieren.
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